Wien 2026: Österreichs teuerster Markt im Überblick
Mit einem Median-Kaufpreis von rund 5.800–7.500 €/m² je nach Bezirk bleibt Wien klar das teuerste Bundesland Österreichs. Im Vergleich zu europäischen Metropolen ist Wien aber immer noch vergleichsweise erschwinglich — München liegt bei über 9.000 €/m², Zürich bei 14.000+ CHF/m².
2025/2026 hat sich der Markt nach dem Preisrückgang 2023/2024 wieder stabilisiert. In attraktiven innerstädtischen Lagen (1., 3., 7., 8., 9. Bezirk) sind die Preise bereits wieder leicht gestiegen. In Randlagen bleibt der Markt ausgeglichener.
Preisübersicht nach Bezirksgruppe
Premium-Lagen (über 8.000 €/m²):
- 1. Bezirk (Innere Stadt): 9.000–14.000 €/m² — internationale Nachfrage, institutionelle Käufer
- 3. Bezirk (Landstraße): 7.500–10.000 €/m² — Botschaftsviertel, Erdberg-Aufwertung
- 9. Bezirk (Alsergrund): 8.000–11.000 €/m² — AKH, Uni Wien, Bürgergassencharakter
Gut nachgefragte Lagen (6.000–8.000 €/m²):
- 7. und 8. Bezirk (Neubau, Josefstadt): Hipster-Faktor, kaum Neubaureserven
- 4. und 5. Bezirk (Wieden, Margareten): dicht, gut angebunden, solide Wertentwicklung
- 6. Bezirk (Mariahilf): Einkaufslagen, Loftpotenzial
Breite Masse (5.000–7.000 €/m²):
- Donaustadt (22. Bezirk): riesig, heterogen, Seestadt vs. alte Bausubstanz
- Favoriten (10. Bezirk): größter Bezirk, stärkste Aufwertungsdynamik Wiens
- Floridsdorf (21. Bezirk), Liesing (23. Bezirk): Substanzwohnen, Häusermarkt
Preislich noch erschwinglich (unter 5.500 €/m²):
- 11. (Simmering), 12. (Meidling), 14. (Penzing) und 16./17./20.: solide Lagen, ausbaufähig
Besondere Dynamiken 2026
Seestadt Aspern: Das Stadtentwicklungsprojekt im 22. Bezirk ist 2026 in seiner dritten Ausbauphase. Preise liegen bei 5.000–6.500 €/m² für Neubauten — günstig für Wien, aber peripher. U2-Verlängerung bringt Liquidität.
Favoriten-Boom: Der 10. Bezirk hat die stärkste Aufwertungsdynamik im Wiener Vergleich. Neubau-Projekte rund um die künftige U1-Verlängerung Rothneusiedl (Fertigstellung ~2028) bewegen den Markt.
Innenstadtpreise unter Druck: Die Leerstandsteuer für spekulativen Leerstand (Wiener Stadtsteuer ab 2025) zeigt noch keine messbaren Effekte auf das Angebot, schafft aber politisches Signal.
Was Käufer in Wien 2026 wissen müssen
- Provisionspflicht beim Käufer: In Wien zahlt der Käufer typischerweise 3% Makler-Provision — prüfen Sie aber genau, wer den Makler beauftragt hat (Bestellerprinzip ab 2023: Vermieter zahlt bei Miete, bei Kauf bleibt es komplexer)
- Gemeindebau-Sondermarkt: Wohnungseigentum in geförderten Objekten hat besondere Preisbeschränkungen und Weitergaberegeln — vor Kauf genau prüfen
- Wiener Wohnbauförderung: Käufer mit österreichischem Wohnsitz können vergünstigte Kredite der Stadt Wien nutzen — Einkommensgrenzen beachten
Mag. Florian Kulterer · iX immo GmbH · immobilien-news.at